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Heizungsart · KfW-förderfähig

Pelletheizung: Kosten für Anschaffung und Betrieb

Eine Pelletheizung mit Lager kostet als Referenz rund 36.000 € inklusive Einbau, im Beispielhaus 30.837 €; die KfW fördert sie mit 30 bis 70 Prozent, im Beispiel 12.880 €, und für 140 m² fallen mit dem aktuellen Pelletpreis rund 2.295 € im Jahr an.

Fachlich geprüft am 15.10.2026 · Redaktion

  • 30.837 €Anschaffung (Beispiel 6,4 kW)
  • 12.880 € (46 %)KfW-Zuschuss
  • 2.295 €Heizkosten im Jahr
  • 71.776 €20 Jahre gesamt
  • Nutzungsgrad 85 %Effizienz
Pelletheizung

Was eine Pelletheizung kostet

Eine Pelletheizung besteht aus dem Kessel, einem Lager für die Pellets und einem Fördersystem, das die Pellets per Schnecke oder Saugleitung zum Kessel bringt. Der Sanierungssteckbrief Einfamilienhaus der kommunalen Wärmeplanung Bad Dürkheim nennt 36.000 € brutto für Pelletkessel mit Lager in einem Haus mit 10 kW Heizlast, Kostenstand April 2024. Für unser Beispielhaus mit 6,4 kW ergeben sich 30.837 €.

Oft kommen ein Pufferspeicher, ein neuer Schornstein oder eine Edelstahl-Abgasleitung und der Umbau des Lagerraums hinzu. Wer einen Öltank ausbauen lässt, gewinnt häufig genau den Platz, den das Pelletlager braucht.

Kosten nach Hausgröße und Zustand

BeispielhausHeizlastAnschaffungKfWJahr 120 Jahre
100 m², Klasse E4,6 kW28.198 €−12.880 €1.768 €56.332 €
140 m², Klasse E6,4 kW30.837 €−12.880 €2.295 €71.776 €
200 m², Klasse E9,2 kW34.796 €−12.880 €3.085 €94.943 €
140 m², Klasse C3,6 kW26.725 €−12.294 €1.557 €50.323 €
140 m², Klasse G10,4 kW36.509 €−12.880 €3.312 €102.176 €

Klima Bremen (Median der Städte), Selbstnutzer ersetzt eine über 20 Jahre alte Gasheizung, Energiepreise vom 15.10.2026, 2 % Preisanstieg, CO₂-Szenario mittel. Anschaffung: Sanierungssteckbrief Typ Einfamilienhaus, kommunale Wärmeplanung Bad Dürkheim (150 m², 10 kW Heizlast, Kostenstand 04/2024, brutto), skaliert auf die Heizlast.

Laufende Kosten

Das Deutsche Pelletinstitut meldet für September 2026 einen Durchschnittspreis von 454,21 € je Tonne bei einer Abnahme von 6 Tonnen, inklusive Lieferung und Mehrwertsteuer. Das entspricht 9,1 Cent je Kilowattstunde. Mit einem Jahresnutzungsgrad von 85 Prozent braucht das Beispielhaus rund vier Tonnen im Jahr und zahlt inklusive Wartung und Schornsteinfeger 2.295 €.

Pellets unterliegen nicht dem CO₂-Preis nach BEHG, weil Holz als erneuerbarer Brennstoff gilt. Der Preis schwankt mit der Saison und dem Holzmarkt; viele Betreiber kaufen im Frühjahr oder Sommer, wenn die Preise meist niedriger sind.

Förderung und Auflagen

Pelletheizungen sind im KfW-Programm 458 förderfähig. Der frühere Emissionsminderungszuschlag von 2.500 € für besonders staubarme Kessel gibt es für Anträge seit dem 21. Juli 2026 nicht mehr. Im Beispiel beträgt der Zuschuss 12.880 €.

Feuerungsanlagen für Holz müssen die Grenzwerte der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen einhalten, der Schornsteinfeger misst regelmäßig. Pellets sollten das Siegel ENplus A1 tragen, damit Heizwert, Feuchte und Abrieb stimmen.

Das Pelletlager planen

Als Faustregel gilt ein Lagerraum, der den Jahresbedarf aufnehmen kann, damit eine Lieferung im Jahr genügt. Der Raum muss trocken sein, die Pellets werden mit dem Tankwagen eingeblasen. Alternativen sind Gewebetanks im Keller oder ein Erdtank im Garten. Wichtig ist eine gute Belüftung des Lagers, weil Pellets geringe Mengen Kohlenmonoxid abgeben können.

Vor- und Nachteile

Dafür spricht

  • hohe Vorlauftemperaturen, gut für unsanierte Altbauten
  • kein CO₂-Preis nach BEHG
  • förderfähig bis 70 Prozent
  • Brennstoff aus der Region

Dagegen spricht

  • Lagerraum nötig
  • mehr Wartung, Asche entsorgen
  • Feinstaub, Messpflicht
  • Pelletpreis schwankt

Im Vergleich zur Gasheizung

Gegenüber einer neuen Gas-Brennwertheizung kostet die Pelletheizung im Beispiel 8.535 € mehr in der Anschaffung nach Zuschuss und 124 € weniger im ersten Betriebsjahr. Über 20 Jahre ist sie 251 € teurer. Mit deinen Werten rechnest du das im Heizkostenvergleich nach.

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Häufige Fragen

Wie viele Pellets braucht ein Einfamilienhaus?

Im Beispielhaus mit 140 m² und Klasse E rund vier Tonnen im Jahr. Ein schlecht gedämmtes Haus braucht deutlich mehr.

Was kostet eine Tonne Pellets?

Laut Deutschem Pelletinstitut im September 2026 durchschnittlich 454,21 € bei 6 Tonnen Abnahme, inklusive Lieferung und Mehrwertsteuer.

Ist eine Pelletheizung klimafreundlich?

Bei der Verbrennung wird nur so viel CO₂ frei, wie der Baum beim Wachsen gebunden hat. Deshalb gilt Holz im BEHG als CO₂-neutral. Feinstaub bleibt ein Thema, moderne Kessel und gute Pellets halten ihn gering.

Wie groß muss das Pelletlager sein?

So groß, dass eine Lieferung für ein Jahr reicht. Der Fachbetrieb berechnet die Größe aus der Heizlast und dem erwarteten Verbrauch.

Langjährige Mittelwerte, einzelne Winter weichen ab. Verbindlich sind das Angebot des Fachbetriebs, die Förderzusage der KfW und die Preise deines Versorgers.

Quellen und Stand

Fachlich geprüft am 15.10.2026 · Redaktion

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