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Heizung·Kosten.de
Gas 11,56 ct/kWh Heizöl 169,8 ct/l Strom 36,2 ct/kWh Pellets 454 €/t CO₂-Preis 65 €/t Quellen und Stand

Quellen und Methodik

Stand: 15.10.2026 · Redaktion

Auf dieser Seite findest du alle Datenquellen mit Lizenz und Stand, die Pflege der Werte, die Formeln der Rechner und die Annahmen der Beispielrechnungen.

Gradtage: Deutscher Wetterdienst

Gradtage und Heiztage stammen aus den monatlichen Dateien „Gradtage nach VDI 3807“ des Climate Data Center des Deutschen Wetterdienstes (Lizenz CC BY 4.0) für Januar 2015 bis September 2026. Gradtage sind die Summe der Differenzen zwischen 20 °C Raumtemperatur und der Tagesmitteltemperatur an Heiztagen, also an Tagen unter 15 °C. Das langjährige Mittel bilden wir aus den Jahren 2015 bis 2024; es weicht vom Mittel des DWD für die Stationen, für die es veröffentlicht ist, um höchstens 1,8 Prozent ab. Für jede Stadt gewichten wir bis zu drei Stationen in höchstens 40 km Entfernung und mit höchstens 200 m Höhenunterschied nach dem Kehrwert des quadrierten Abstands. 700 von 703 Städten erfüllen diese Bedingung; der Median liegt bei 3.223 Kelvintagen, die Spanne reicht von 2.833 bis 4.170. Die jüngsten Monate ergänzt ein wöchentlicher Abruf.

Städte und Postleitzahlen

Die Städteliste umfasst alle Gemeinden in Deutschland mit mindestens 20.000 Einwohnern laut Wikidata (CC0) mit Koordinaten, Höhe, Einwohnerzahl, Bundesland und Postleitzahlen. Eine Postleitzahl ordnen die Rechner über ihre ersten drei, ersatzweise zwei Ziffern der nächstgelegenen Stadt zu. Ohne Angabe rechnen die Rechner mit Bremen, dessen Gradtage dem Median aller Städte entsprechen.

Energiepreise

  • Erdgas: Eurostat nrg_pc_202, Haushalte, Verbrauchsband D2 (20 bis 199 GJ), alle Steuern und Abgaben, Halbjahreswerte, CC BY 4.0. Stand 2026-S1: 11,56 Cent je Kilowattstunde.
  • Strom: Eurostat nrg_pc_204, Haushalte, Band DC (2.500 bis 4.999 kWh) 36,18 Cent und Band DD (5.000 bis 14.999 kWh) 32,14 Cent, Stand 2026-S1, CC BY 4.0. Für Wärmepumpe und Infrarotheizung rechnen wir mit Band DD.
  • Heizöl: Weekly Oil Bulletin der Europäischen Kommission, Verbraucherpreise mit Steuern für Deutschland, Weiterverwendung nach Beschluss 2011/833/EU. Stand 12.10.2026: 1.698,10 € je 1.000 Liter, Mittel der letzten 52 Wochen 1.191,80 €.
  • Holzpellets: Deutsches Pelletinstitut, Durchschnittspreis Deutschland September 2026 bei 6 t Abnahme inklusive Nebenkosten und Mehrwertsteuer: 454,21 € je Tonne, Heizwert 5 kWh je Kilogramm.
  • Fernwärme: co2online, Auswertung von mehr als 700 Wärmenetzen auf Basis der Preistransparenzplattform des AGFW (07.10.2026): 15 Cent in überwiegend erneuerbaren und 17 Cent in überwiegend fossilen Netzen für ein Einfamilienhaus; wir setzen 16 Cent an.

Gas, Strom und Heizöl werden wöchentlich automatisch abgefragt und auf Plausibilität geprüft. Pellets und Fernwärme pflegt die Redaktion.

CO₂-Preis

Bis 2025 gelten die Festpreise nach § 10 BEHG (2021: 25 €, 2022 und 2023: 30 €, 2024: 45 €, 2025: 55 € je Tonne), 2026 der Preiskorridor von 55 bis 65 €, von dem wir die Obergrenze ansetzen. Für 2027 gehen wir nach dem Gesetzentwurf zur BEHG-Änderung (BT-Drs. 21/7869) ebenfalls von 65 € aus. Ab 2028 bildet sich der Preis im europäischen Emissionshandel ETS 2. Dafür rechnen wir mit drei offen gelegten Szenarien der Redaktion: niedrig 60 € und 2 € Anstieg pro Jahr, mittel 90 € und 6 €, hoch 150 € und 10 €. Emissionsfaktoren nach EBeV 2030, Anlage 2: 0,18139 kg CO₂ je Kilowattstunde Erdgas (Brennwert) und 2,6763 kg je Liter Heizöl. Auf den CO₂-Preis rechnen wir 19 Prozent Mehrwertsteuer. Die Aufteilung zwischen Mietern und Vermietern folgt der Anlage zum CO2KostAufG.

Förderung

KfW-Programm 458 mit den Sätzen seit dem 21.07.2026: 30 Prozent Grundförderung, Klimageschwindigkeitsbonus für Selbstnutzer beim Ersatz einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder einer mindestens 20 Jahre alten Gas- oder Biomasseheizung von 16 Prozent bis 31.01.2027, danach halbjährlich 4 Prozentpunkte weniger bis 0 Prozent ab 01.08.2028, Einkommensbonus 40, 30 oder 10 Prozent bis 30.000, 40.000 oder 50.000 € zu versteuerndem Einkommen (mit einem minderjährigen Kind im Haushalt einmalig 10.000 € mehr), Höchstsatz 70 Prozent, mit dem höchsten Einkommensbonus 80 Prozent. Förderfähige Kosten 28.000 € für die erste Wohneinheit, ab 01.02.2027 halbjährlich 750 € weniger bis 22.000 €, 15.000 € für die zweite bis sechste und 8.000 € ab der siebten Wohneinheit. Effizienzbonus und Emissionsminderungszuschlag sind entfallen. Alternativ Steuerermäßigung nach § 35c EStG: 20 Prozent über drei Jahre, höchstens 40.000 €. Quellen: KfW, Merkblatt 458 (Stand 09/2026) und Fachberichte zur Umstellung, Prüfdatum 15.10.2026.

Wärmebedarf und Heizlast

Den Wärmebedarf schätzen die Rechner aus Wohnfläche und Effizienzklasse: Klassenmitte nach Anlage 10 GEG (A+ 25, A 40, B 62, C 87, D 115, E 145, F 180, G 225, H 275 kWh je m² und Jahr) mal 0,85, weil Energieausweise Endenergie inklusive Verlusten angeben. Davon entfallen 12,5 kWh je m² auf Warmwasser. Der Heizanteil wird mit dem Verhältnis der Gradtage des Ortes zum Median aller Städte angepasst. Alternativ kannst du deinen Verbrauch und den Nutzungsgrad der alten Heizung eintragen. Die Heizlast überschlagen wir nach dem Gradtagsverfahren: Wärmeverlust je Kelvin gleich Heizwärmebedarf geteilt durch Gradtage mal 24, Heizlast gleich Wärmeverlust mal Differenz zwischen 20 °C und der Norm-Außentemperatur, vorbelegt mit minus 12 °C. Das ersetzt keine raumweise Berechnung nach DIN EN 12831.

Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe

Die Jahresarbeitszahl berechnen wir Monat für Monat. Die Außentemperatur an Heiztagen ergibt sich aus Gradtagen und Heiztagen des letzten Heizjahres am Ort. Die Vorlauftemperatur folgt einer Heizkurve zwischen 25 °C und dem eingestellten Auslegungswert bei minus 12 °C, Warmwasser wird mit 55 °C bereitet. Die Leistungszahl je Monat ist ein Gütegrad mal Carnot-Wert mit 3 K Abstand im Verflüssiger und 5 K im Verdampfer. Die Gütegrade sind so kalibriert, dass ein Haus mit 55 °C im Klima des Medians die Feldmesswerte des Fraunhofer ISE (Projekt WPsmart im Bestand, 2018 bis 2019) erreicht: Luft 3,1 und Erdreich 4,1. Für Grundwasser rechnen wir mit 4,3 als Annahme der Redaktion. Quelltemperaturen: Erdreich 2 °C im Winter und 8 °C sonst, Grundwasser 10 °C.

Anschaffungskosten

Für die Anschaffung gibt es keine laufend aktualisierte, frei zitierbare Preisquelle. Wir nutzen deshalb Referenzen mit Datum, bezogen auf 10 kW Heizlast: Luft-Wärmepumpe 36.000 € nach der Auswertung von 160 Angeboten durch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (veröffentlicht von test.de, 25.06.2025), Gas-Brennwert 11.000 €, Ölheizung 12.000 €, Pelletheizung 36.000 €, Erdwärmepumpe 59.000 €, Hybridheizung 17.000 € und Infrarotheizung 15.000 € nach dem Sanierungssteckbrief für Einfamilienhäuser der kommunalen Wärmeplanung Bad Dürkheim (Kostenstand 04/2024, brutto), Grundwasser-Wärmepumpe 52.000 € und Fernwärmeanschluss 10.000 € als Annahmen der Redaktion. Für andere Leistungen skalieren wir mit 60 Prozent festem und 40 Prozent leistungsabhängigem Anteil. Wartung pauschal je Jahr: Luft- und Erdwärmepumpe 150 €, Grundwasser 200 €, Gas 250 €, Öl 300 €, Hybrid 350 €, Pellets 450 €, Fernwärme und Infrarot 0 €.

Kostenvergleich über 20 Jahre

Der Vergleich rechnet Jahr für Jahr: Energie mal Preis, wobei der CO₂-Anteil aus dem heutigen Gas- und Heizölpreis herausgerechnet und je Jahr mit dem CO₂-Preis des Pfads neu aufgeschlagen wird, plus Wartung. Die übrigen Preisbestandteile ändern sich mit der eingestellten Preissteigerung, vorbelegt mit 2 Prozent pro Jahr. Anschaffung minus Zuschuss kommt im ersten Jahr hinzu. Nutzungsgrade: Gas und Hybrid-Kessel 92 Prozent, Öl 93 Prozent, Pellets 85 Prozent, Fernwärme 98 Prozent, Infrarot 100 Prozent. Bei der Hybridheizung liefert die Wärmepumpe 75 Prozent der Wärme mit einer Jahresarbeitszahl von 3,3 (Annahme der Redaktion). Zinsen, Ersatzinvestitionen und Restwerte sind nicht enthalten, ebenso wenig Mehrkosten der Bio-Treppe für neue Gas- und Ölheizungen ab 2029.

Seitenumfang

700 Stadtseiten, 16 Länderseiten, 9 Heizungsarten, 9 Wohnflächenbeispiele, 53 Lexikonbegriffe, 7 Rechner, 24 Ratgeber sowie Übersichtsseiten zu Energiepreisen. Stadt- und Lexikonseiten werden schrittweise freigeschaltet.

Fotos

Themenfotos stammen von Pexels und werden nach der Pexels-Lizenz genutzt.

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